Staatliche Überwachung bei Einführung digitaler Euro?

Experten warnen vor staatlicher Überwachung bei Einführung eines digitalen Euros 🇪🇺!

Die Europäische Union muss ihn wohl oder übel einführen, seine Verfechter fordern ihn schon lange ein und die Gegner wollen ihn um jeden Preis verhindern. Die Rede ist vom digitalen Euro, auch E-Euro genannt. Ein digitales Zentralbankengeld, Central Bank Digital Currency CBDC, steht auf der Agenda der EZB ganz oben.

  • Digitales Geld soll Innovation im Geldkreislauf werden
  • CBDC: Kontoform und in Form als Inhaberinstrument
  • E-Euro, auch CBDC, programmierbarer Euro, oder digital form of cash genannt
  • Digitaler Euro soll Bargeld und Buchgeld ersetzen

Kritiker von CBDC fürchten stattliche Kontrolle der Bürger

Seit Jahren versuchen Gremien und Expertengruppen einen gemeinsamen Weg zur technologischen Ausformulierung einer staatlich kontrollierten und regulierten Währung für die EU-Mitgliedsstaaten zu finden.

Seit dem 8. August 2021 gelten neue Regeln der Finanzaufsicht BaFin. Bei Bargeld-Einzahlungen über 10.000 Euro müssen Banken und Sparkassen von Kunden einen sogenannten Herkunftsnachweis verlangen. Eine Obergrenze, wie viel Sie einzahlen dürfen, gibt es weiterhin nicht. Aber als Kundin oder Kunde müssen Sie einen Nachweis parat haben, wenn Sie mehr als 10.000 Euro auf ein eigenes Konto einzahlen möchten. Quelle: Sparkasse

Noch ist er nicht da und wer sich im Internet auf die Suche nach kritischen Stimmen macht, mag denken, es ist gut so, dass der digitale Euro noch nicht realisiert wurde. Denn ein Geld, ob digital oder nicht, was von einem Staat oder eine Behörde reguliert wird, unterliegt strengen Kontrollen, Vorgaben und rechtlichen Limitierungen. So ist es heute in der EU nicht möglich, mehr als 10.000 € zu überweisen, ohne einen sogenannten Herkunftsnachweis vorzulegen.

Wie die EZB den digitalen Euro definiert

Die Europäische Zentralbank sieht im digitalen Geld eine Verpflichtung des Eurosystems, welche die bisherigen zwei Geldformen, das Bargeld und das Buchgeld, ergänzen soll. Ein digitaler Euro würde damit nach Definition eine übertragbare, schuldrechtliche Verpflichtung des Eurosystems sein.

Grenzüberschreitende Transaktionen erfolgen in der Regel unter Zuhilfenahme von Korrespondenzbanken. Eine Korrespondenzbank ist eine Bank, die Geschäftsbeziehungen mit Banken aus anderen Ländern unterhält, vor allem um grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr abwickeln zu können. Quelle: BMWK

Während viele Menschen nur vage Vorstellungen davon haben, wie ein digitaler Euro aussehen könnte, liegen die Definitionen bei der EZB schon vor. Es hapert alleine an der Realisierung, so scheint es.

Vielleicht fürchtet die EZB aber auch nur den Sturm der Entrüstung, wenn es zur Nutzung von staatlich kontrolliertem, digitalen Geld kommen sollte. Unklar ist aber wohl immer noch, ob es digitales Geld als Mittel zur Wertspeicherung / Wertaufbewahrung oder als Zahlungsmittel geben soll.

Nach aktuellen Veröffentlichung der EZB nach steht die Zahlungsfunktion augenscheinlich im Fokus der Entwicklung. Es geht um die Verbesserung des Zahlungssystems, das nach mehr als 100 Jahren dringend reformbedürftig ist. Solange schon stützt sich das System auf das alte Korrespondenzbankensystem.

Diese Korrespondenzbanken sind jedoch immer weniger zu finden. Die Folgen für einen Staat oder das gesamte anhängende System wären fatal. Wohl auch deshalb arbeitet die EZB intensiv an der Entwicklung und Ausgestaltung eines digitalen Euros.

Verliert ein Staat aufgrund des Rückzugs von Korrespondenzbanken seinen Zugang zum internationalen Finanzsystem, sind ernsthafte Schwierigkeiten zu befürchten, die bis hin zu systemischen Krisen führen können. Für die Teilnahme am internationalen Handel ist es essenziell, grenzüberschreitende Zahlungen durchführen zu können. Quelle: BMWK

Wie kann der Staat seine Bürger mit einem digitalen Euro überwachen?

Kommt es wie geplant zur Umsetzung eines staatlich kontrollierten und regulierten digitalen Euros, dann kann jede Transaktion von der Zentralbank und den mit ihr verbundenen Behörden nachverfolgt werden.

Während die Bürger einerseits unabhängiger werden, wenn sie überall im Euroraum immer mit demselben digitalen Zahlungsmittel bezahlen können, droht eine staatliche Überwachung aller finanziellen Aspekte. Unterstützer loben den Schutz der Privatsphäre, der jedoch bei der bisher geplanten Realisierung des E-Euros erheblich leiden würde.

Ein digitaler Euro wäre eine Zahlungslösung unter europäischer Führung, die für den gesamten Euroraum zur Verfügung steht. Er könnte also dazu beitragen, die Abhängigkeit Europas von außereuropäischen privaten Zahlungsdienstleistern zu verringern, und würde deren marktbeherrschender Stellung entgegenwirken. Somit würde ein digitaler Euro die europäische Zahlungsverkehrslandschaft wettbewerbsfähiger und innovativer machen. Quelle: EZB

Zwar würden Unternehmen nicht mehr einfach so Zugang auf Zahlungsdaten erhalten, um diese kommerziell verwerten zu können. Doch dafür steht dann als Mittelsmann die EZB zwischen Absender und Empfänger aller digitalen Finanztransaktionen mit dem digitalen Euro. Die Infrastruktur, die dafür notwendig ist, ist noch nicht mal vorhanden. Bisher weiß man lediglich, dass es programmierbare Zahlungen geben wird, bei denen unter bestimmten Bedingungen automatisierte Transaktionen ausgelöst werden können.

Die EZB könnte eine Obergrenze für Zahlungen festlegen und damit das Konsumverhalten der Bürger beeinflussen und stark einschränken. Da der digitale Euro über ein elektronisches Medium verwaltet wird, fallen die Banken als wichtiger Teilnehmer in funktionierenden Volkswirtschaften weg.

Damit wären Bürger sehr transparent für den Staat und die Notenbank. Der Zugang zu sensiblen Transaktionsdaten steht im Gegensatz zu den positiven Aspekten, wenn der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr effizienter wird.

Und vor allem steht damit die Entwicklung einer CBDC dem Grundgedanken von Satoshi Nakamoto entgegen, der Bitcoin entwickelt hat, um ein digitales Geld ohne staatliche Kontrolle in Umlauf zu bringen.

Bis heute wird Bitcoin ohne staatliche Intervention von den Teilnehmern im Netzwerk selbst verwaltet. Gerade wurde auch Bitcoin 2.0 veröffentlicht, ein Krypto Pre-Sales der einen BEP-20 Tokenstandard verwendet und das Staking ermöglicht. Der Bitcoin on BSC Token kostet im Pre-Sales nur 0,99 $, so wie Bitcoin im April 2011. Wer damals die Chance nicht genutzt hatte, kann jetzt noch einmal von einer hohen Wahrscheinlichkeit auf steigende Kurse bei $BTCBSC profitieren.

“It Will Soon Be 1984 . . .” wurde erstmals in der schwedischen Tageszeitung Svenska Dagbladet veröffentlicht. Die Zeitung lieferte Fotos und ironische Bildunterschriften, von denen eine lautete: „Die Spitze des [Scan-]Stifts der Kassiererin wird das Auge des Staates auf ihren Konsum sein.“ Der Aufsatz schlug satirisch vor, jede Transaktion in der schwedischen Wirtschaft zu verfolgen, einschließlich der Identität des Käufers und des Verkäufers. Bargeld würde aus dem Verkehr gezogen. Quelle: Wall Street Journal

Fazit: Auch wenn digitales Geld die Grundlage für weiteren Fortschritt bedeuten könnte, gelangen mit seinem Einsatz immer mehr Daten über den Zahlungsverkehr der Bürger beim Staat. Die anonyme Austauschbarkeit einer Währung würde damit praktisch ausgehebelt werden. Frei zirkulierendes Bargeld gibt Bürgern Freiheit und ist Garant für eine transparente Wirtschaftsordnung.

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Über die Autorin: Stefanie Herrnberger ist als freiberufliche Referentin und Redakteurin tätig. Ihre langjährige berufliche Erfahrung in den Bereichen Blockchain, Kryptowährungen und NFTs bieten ihr den perfekten Background, um über aktuelle Nachrichten und Entwicklungen an dezentralen und zentralen Finanzmärkten zu berichten. Seit mehreren Jahren investiert Stefanie in Kryptowährungen. Sie versteht die Herausforderungen und Chancen für Kryptotrader. Veröffentlichungen: https://de.cryptonews.com/editors/stefanie-herrnberger https://blockchain-technologie.digital/ https://www.facebook.com/groups/cryptonewsde/

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