Kommt 2024 der Digitale Euro oder wird Bitcoin von der EZB akzeptiert?

Kommt 2024 der Digitale Euro oder wird Bitcoin von der EZB akzeptiert?

Kommt 2024 der Digitale Euro oder wird Bitcoin von der EZB akzeptiert

Bisher sind es nicht mehr als vage Grundlagen, mittelmäßig optimistische Pläne und ganz viele Unklarheiten, was den digitalen Euro angeht. Bisweilen könnte man sogar sagen, das Thema digitaler Euro wird bei der EZB recht geheimnisvoll gehandhabt. Transparenter geht die BaFin mit dem Thema rund um digitale Währungen um. Zumindest, wenn es sich um Kryptowährungen handelt. Denn die oberste Finanzaufsichtsbehörde unseres Landes warnte erst jüngst wieder vor Bitcoin-ETFs und sieht bei Kryptowährungen allgemein keinen intrinsischen Wert.

Doch wie wird das Jahr 2024 die Ansicht der Regulierungsbehörden verändern, wenn es tatsächlich zu einem breiten Angebot von Spot-Krypto-ETFs in den USA kommen sollte? Steht die EZB dann nicht auch mit ihrer Entwicklung eines staatlich regulierten Coins als Gegenentwurf zum dezentralisierten Ansatz von Bitcoin & Co?

Wie würde die Entwicklung beeinflusst werden, wenn der gefürchtete Bitcoin zumindest in den USA an den Börsen handelbar ist und Milliarden, wenn nicht sogar Billionen von USD, ein echtes Beben auslösen, wenn sie praktisch über Nacht in den Markt fließen?

Die Welt des Geldes verändert sich

Wer privat Geld transferieren möchte, kann dies bisher ohne Einmischung der EZB tun. Doch das könnte sich mit der Entwicklung eines digitalen Euros radikal verändern. Bisher druckt die EZB Banknoten und legt die Zinssätze fest. Den normalen Geldtransfer wickeln die Banken und Finanzinstitute ab. Sie führen die Konten ihrer Kunden, vergeben EC- und Kreditkarten und gewähren Kredite oder übernehmen den Online-Währungsumtausch.

Man könnte sich jetzt fragen, wofür der Mensch dann noch ein Zentralbankengeld benötigt, wo es doch bisher auch gut ohne läuft. Der digitale Euro soll zusätzlich kommen und wie ein virtuelles Bargeld eingesetzt werden. Denn das Bargeld in der realen Welt verliert zunehmend an Bedeutung, da die Menschen immer häufiger digitale Technologien und eben digitale Währungen zur Bezahlung verwenden.

Ist der Digitale Euro nur PR?

Wie sieht die aktuelle Lage bei der EZB hinsichtlich eines digitalen Euros eigentlich aus? Nun, so ganz genau weiß das außer den involvierten Parteien wohl niemand. Seit Monaten herrscht Funkstille aus den Planungsgruppen und es fehlt auch (fast) gänzlich an Updates zum neusten Stand der Ausarbeitung. Das letzte Lebenszeichen ist vom 18.10.23 und auf der Webseite der EZB zu finden.

Dort ist zu lesen, dass jetzt nach zweijähriger Untersuchungsphase zur Ausgestaltung und Bereitstellung eines digitalen Euros der Startschuss für die Vorbereitungsphase gefallen ist. Der EZB-Rat will mit dieser Vorbereitungsphase den Grundstein für einen möglichen digitalen Euro legen und den Weg für eine mögliche zukünftige Entscheidung über die Ausgabe eines digitalen Euros ebnen.

Es fehlt an konkreten Aussagen, wie wir das von der EZB hinsichtlich eines eigenen, zentral gesteuerten, Zentralbankengeldes auch in der Vergangenheit gewohnt waren. Offenbar ändert sich nichts an der Hinhaltetaktik der Europäischen Zentralbank.

Die nächste Phase des Projekts digitaler Euro – die Vorbereitungsphase – beginnt am 1. November 2023 und ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. In dieser Phase wird das Regelwerk für den digitalen Euro fertiggestellt und es werden Anbieter ausgewählt, die eine Plattform und die Infrastruktur für einen digitalen Euro entwickeln könnten. Außerdem wird in dieser Phase getestet und erprobt, wie sich ein digitaler Euro entwickeln lässt, der sowohl den Anforderungen des Eurosystems als auch den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer gerecht wird. Zum Beispiel in Bezug auf Nutzungserlebnis, Datenschutz, finanzielle Inklusion und ökologischen Fußabdruck. Quelle

Unterschied SEC und EZB

Die beiden Behörden arbeiten in vielerlei Hinsicht eng zusammen, dennoch gibt es auch große Unterschiede. Die SEC gilt in der öffentlichen Wahrnehmung zunächst deutlich schlagkräftiger als die BaFin. Das liegt aber wahrscheinlich nur daran, dass die von der US-Wertpapierbehörde verhängten Strafzahlungen oder Vergleichssummen häufig weit über den hier üblichen Geldstrafen liegen.

Doch abgesehen von den medial unterschiedlich wahrgenommenen Kompetenzen sieht es hinter den Kulissen ganz anders aus. Da zeigen sich beide Behörden als kompetente Institutionen, um die Finanzmärkte ihres Landes bzw. des Staatenbundes zu regulieren. Die Aufsichtspraxis der BaFin ist vergleichbar mit den Aufgaben der SEC. Beide Behörden beaufsichtigen beispielsweise die Kapitalmärkte und überwachen Wertpapieremittenten.

Allerdings ist die SEC umfassender mit Kompetenzen ausgestattet, als die EZB hierzulande. Sie darf in den USA Verstöße gegen die Regeln ahnden und unter anderem Kapitalanlagebetrug nachverfolgen. Diese Aufgaben hat die BaFin nicht, da nach deutschem Recht bei Kapitalbetrugsdelikten ausschließlich die Strafverfolgungsbehörden zuständig sind. Zudem darf die SEC vor Zivilgerichten klagen, was dann in den öffentlichen Medien auch breit ausgetragen wird.

EZB warnt vor Irrelevanz von Bitcoin

Erst vor wenigen Tagen hatten die EZB erneut kundgetan, was sie vom Bitcoin und anderen Kryptowährungen hält. Bezugnehmend auf eine Aussage, die die Verantwortlichen kurz nach dem FTX-Beben im vergangenen Jahr machten, wurden einige Twitter-User, jetzt X-User, auf den alten Post aufmerksam und machten sich angesichts der Preissteigerung von rund 170 % darüber lustig.

Weitere User nahmen den alten Post zum Anlass, sich über die EZB lustig zu machen. Angesichts der großen Kursgewinne ist nicht verwunderlich, dass niemand daran glaubt, dass die EZB mit ihrer Aussage recht behält, nach der Bitcoin auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit sei.

Akzeptiert die EZB Bitcoin?

Es dürfte davon auszugehen sein, dass in naher Zukunft die EZB nur schwerlich von ihrem bisherigen Anti-Kryptowährung-Kurs abweichen könnte. Auch wenn es der Behörde und ganze Europa eigentlich zu wünschen wäre, dass auch hierzulande erkannt wird, wie großartig Bitcoin und andere Kryptowährungen sind. Nicht nur, dass Europa mit dieser Haltung wohl kaum innovative Unternehmen der Branche von der Ansiedlung überzeugen dürfte. Es fehlt auch ganz klar an Kompetenz, wenn man Europa im Vergleich zu anderen Ländern sieht.

Die EZB täte gut daran, sich dem Unausweichlichen zu öffnen. Doch statt einem modernen Mitgehen gibt es nur die trotzigen Hinhaltetaktiken mit fadenscheinigen Planungsgruppen. Längst sind die wirklich wichtigen Unternehmen weit weg von Europa und bescheren wahrscheinlich schon Anfang 2024 den USA einer nie dagewesene Neu-Liquidität an den Kapitalmärkten.  

Was das für den Bitcoin-Kurs bedeuten würde, kann sich jeder halbwegs interessierte Krypto-Enthusiast selbst ausmalen. Die Gesichter der EZB-Verantwortlichen bleiben uns leider verwehrt, wenn der erste Bitcoin-ETF in den USA an den Börsen handelbar sein wird. Anleger aus Deutschland haben zu diesem interessanten Finanzinstrument ohnehin keinen Zugang. Sie können jedoch mit Bitcoin ETF Token in eine neue Kryptowährung investieren, die an der realen Entwicklung von Krypto-ETFs in den USA ausgerichtet wurde.

Fazit: Wahrscheinlich wird die EZB sich irgendwann geschlagen geben müssen. Außer, sie hat in absehbarer Zeit tatsächlich eine Idee, wie ein Digitaler Euro aussehen könnten. Brauchen tun wir dieses Zentralbankengeld nicht und echte Krypto-Anhänger werden ihn wegen seiner Zentralisierung und staatlicher Kontrolle ohnehin kategorisch ablehnen.

Der SEC könnten im nächsten Jahr ein historisch anmutender Imagewandel gelingen, wenn sie ihre bisherige Ablehnung gegenüber Kryptowährungen aufgibt und die Kontrolle über vollständig mit Bitcoin besicherte Bitcoin-ETFs übernimmt.

Mit diesem Kompromiss aus reguliertem dezentralen Finanzinstrument kann offenbar die Welt erstmal leben. Institutionelle Anleger sind jedenfalls in den USA bereit, Milliarden und wahrscheinlich sogar Billionen von USD in den Kryptomarkt zu pumpen.

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Über die Autorin: Stefanie Herrnberger ist als freiberufliche Referentin und Redakteurin sowie Content Creator tätig. Ihre langjährige berufliche Erfahrung in den Bereichen Blockchain, Kryptowährungen und NFTs bieten ihr den perfekten Background, um über aktuelle Nachrichten und Entwicklungen an dezentralen und zentralen Finanzmärkten zu berichten. Seit mehreren Jahren investiert Stefanie in Kryptowährungen. Sie versteht die Herausforderungen und Chancen für Krypto-Trader.

Veröffentlichungen: https://de.cryptonews.com/editors/stefanie-herrnberger Webseite: https://blockchain-technologie.digital/  Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/cryptonewsde/

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