Verwirrung um Bitcoin: War der Bullenrun nur ein PR-Gag?

Verwirrung um Bitcoin: War der Bullenrun nur ein PR-Gag?

Der jüngste Aufwärtstrend bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen gibt Anlass zu Optimismus. Die Bullenmärkte basieren auf der optimistischen Stimmung rund um Bitcoin-ETFs in den USA und dem anstehenden Bitcoin-Halving. Die Erholung der Bitcoin-Preise sollen aber nur der Anfang sein, zumindest, wenn man den zahlreichen Bitcoin-Experten glaubt. In Kombination mit den wachsenden Spekulationen, dass kurzfristig ein Bitcoin-Spot-ETF genehmigt werden soll, hat sich die Marktstimmung zum Ende des Jahres deutlich positiv entwickelt.

Auch wenn diese guten Schlagzeilen und die damit verbundene Berichterstattung durchdringen, gibt es noch erhebliche Herausforderungen, die der Kryptomarkt bewältigen muss. Dazu gehört die bisher als Krypto-feindlich beschriebene Einstellung der SEC zu allen Krypto-Themen. Die schleppende Regulierung hat ein Umfeld für minimale Leitlinien für Unternehmen hervorgebracht, an denen auch die jüngsten Verfahren und Strafen gegen Samuel-Bankman-Fried oder Changpeng Zhao von Binance nichts geändert haben.

Bitcoin noch weit entfernt von breiter Akzeptanz

Viele Medien sehen in der möglicherweise bevorstehenden Genehmigung von Bitcoin-ETFs in den USA einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg in die Massenakzeptanz von Bitcoin. Die allgemeine Akzeptanz ist noch weit entfernt, auch wenn optimistische Krypto-Investoren und HODLer die Öffentlichkeit etwas anderes glauben lassen wollen.

Auch in der Vergangenheit waren Bullenmärkte mit Stolperfallen versehen und Anleger sollten diese Zeichen bei aller überschwänglicher Berichterstattung keinesfalls übersehen. So weit verbreitet die Anlagethese „Niedrig kaufen, teuer verkaufen“ auch sein mag, in der Realität ist dies nicht immer der Fall.

Wenn die Preise kontinuierlich steigen, kann bekanntes Phänomen FOMO entstehen. Die Angst, etwas zu verpassen, führt häufig dazu, dass das Volumen auf der Käuferseite den Aufwärtsbewegungen der Preise folgt. Auch wenn Kryptoassets, einschließlich Bitcoin, grundsätzlich anders funktionieren als fiatbasierte Finanzinstrumente, stellen Kryptos immer noch eine finanzielle Anlageklasse dar und funktionieren auch als solche.

Anleger müssen beachten, dass langfristiger Vermögensaufbau nur dann funktioniert, wenn die investierten Assets mehr Gewinn als Verlust abwerfen. Was für große Unternehmen wie Tesla oder MicroStrategy funktioniert, muss noch lange nicht für Privatanleger gut ausgehen.

Unternehmen halten immer häufiger Bitcoin

In den USA kommt es immer häufiger zu Investitionen in Kryptowährungen wie Bitcoin durch Unternehmen und Institutionen. Das diese in Bitcoin investieren ist Ausdruck eines Hypes, den wir aktuell rund um Kryptowährungen und Spot-ETFs erleben.

Doch gibt es wirklich handfeste Gründe für solche Investitionen? Sicherlich haben die anstehenden Entscheidungen der SEC die öffentliche Diskussion um Kryptowährungen als Finanzinstrument stark befördert.

Aber abseits der Diskussionen um Kryptowährungen als Wertspeicher, Spekulationsobjekt und Alternative zum Bargeld hat es wenig praktische Gründe für die Unternehmen, Bitcoin in ihre Bilanzen aufzunehmen. Natürlich könnte man jetzt die Inflation, Rezessionsängste und die aktuelle Zinspolitik der Notenbanken als Argumente anbringen. Doch die damit verbundenen negativen Effekte waren auch schon bei anderen Rezessionen vorhanden und da gab es noch keine Kryptowährungen, die als Wundermittel dagegen beschworen wurden.

„Basierend auf unserem Inflationsmodell wird erwartet, dass das makroökonomische Umfeld weiterhin ein starker Rückenwind für Krypto sein wird. Es wird ein weiterer Rückgang der Inflation erwartet, was die Federal Reserve wahrscheinlich dazu veranlassen wird, Zinssenkungen einzuleiten“, sagte Matrixport in seinem Bericht. Quelle: CNBC

Mit dem Halten von Kryptowährungen werden Unternehmen unabhängiger von Finanzinstrumente, doch gleichzeitig nutzen sie genau diese Anbieter, um beispielsweise über Bitcoin-ETFs in den Kryptosektor zu investieren. Die Akzeptanz von Kryptowährungen im Wirtschaftsleben nimmt ständig zu, beispielsweise im Rahmen des internationalen Zahlungsverkehrs, wo sich Ripple als Alternative zum SWIFT-System behaupten will.

Alles nur ein Hype oder PR?

Was aber passiert, wenn es nicht, wie gehofft, zur Genehmigung von Bitcoin-ETFs in den USA kommt? Was, wenn der aktuelle Bullenmarkt schneller endet, als vielen Anlegern lieb wäre?

Für Anleger empfiehlt es sich, nicht alles auf eine Karte, in dem Falle Bitcoin, zu setzen. Abseits des Hypes gibt es andere Kryptowährungen und Assets, die in Betracht gezogen werden sollten. Geeignete Assets wären möglicherweise Bitcoin ETF Token, Bitcoin Minetrix oder TG.Casino.

Jeder Coin hat unterschiedliche Risikoprofile, die vor der Entscheidung beachtet werden müssen.  Die Risikostreuung sichert den Weg von Anlegern in den Kryptomarkt ab und ermöglicht die Beimischung von digitalen Assets. Während Enthusiasten den Preis von Bitcoin für 2024 mit 100.000 US-Dollar vorhersagen, befeuern die Aufregung um die Zulassung eines Bitcoin-ETFs in den USA sowie das Bitcoin-Halving eine Rallye bei Kryptowährungen.

Auch der Abschluss der beiden Fälle, FTX und CZ, die den Kryptomarkt lange geplagt haben, tragen zu einer Beruhigung, oder besser gesagt, zu einem Bullenmarkt bei. Inwiefern dieser nur ein PR-Gag ist oder auf den unzähligen Krypto-News und Nachrichten aus den USA oder den Zentralbanken basieren, muss die Zukunft zeigen.

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Über die Autorin: Stefanie Herrnberger ist als freiberufliche Referentin und Redakteurin sowie Content Creator tätig. Ihre langjährige berufliche Erfahrung in den Bereichen Blockchain, Kryptowährungen und NFTs bieten ihr den perfekten Background, um über aktuelle Nachrichten und Entwicklungen an dezentralen und zentralen Finanzmärkten zu berichten. Seit mehreren Jahren investiert Stefanie in Kryptowährungen. Sie versteht die Herausforderungen und Chancen für Krypto-Trader.

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