Bitcoin ist Anfang Februar 2026 in einer Phase angekommen, in der sich Prognosen weniger um „Wann kommt die 100.000 USD?“ drehen sollten, sondern um eine viel unangenehmere, aber realistischere Frage: Hält der Markt die jüngsten Tiefs – oder kippt die Stimmung so weit, dass ein weiterer Liquiditäts-Schock den Kurs noch einmal nach unten drückt?
Aktuelle Lage: Unter 80.000 Dollar ist ein anderer Markt
Der Kurs ist zuletzt klar unter die 80.000-Dollar-Marke gefallen. Reuters bezifferte den Rückgang am 31. Januar 2026 auf rund 78.720 US-Dollar (Tagesminus ca. 6,5 %). Parallel meldete Binance über seinen News-Kanal am 1. Februar 2026 einen Handel um 77.997 USDT nach einem Rückgang von 4,31 % innerhalb von 24 Stunden.
Warum das wichtig ist: Unter 80.000 kippt bei vielen Marktteilnehmern die Wahrnehmung. Aus „gesunde Korrektur“ wird schnell „Risk-Off“. Gerade institutionelle Anleger – und viele größere Retail-Portfolios – reagieren dann nicht mehr mit „Buy the Dip“, sondern zunächst mit Positionsreduktion, bis die Lage wieder überschaubar wirkt.
Der Haupttreiber ist 2026 nicht nur Charttechnik, sondern Liquidität
Ein zentraler Grund, warum der Rücksetzer gerade so stark durchschlägt, ist das Liquiditäts-Narrativ. Reuters verknüpfte die Bewegung explizit mit Sorgen, dass nach der Ernennung von Kevin Warsh zum Fed-Chair ein restriktiverer Kurs drohen könnte, unter anderem über eine Reduzierung der Bilanz der Federal Reserve.
Das ist für Bitcoin nicht bloß Politik-Klatsch, sondern Preisfaktor: Wenn Anleger glauben, dass „billige“ Liquidität knapper wird, ziehen sie Risiko aus dem System. In solchen Phasen verhält sich Bitcoin häufig eher wie ein High-Beta-Asset als wie „digitales Gold“. Das ist nicht schmeichelhaft, aber als Arbeitsannahme für 2026 vernünftig.
ETF-Flows: Vom Rückenwind zum Gegenwind (zumindest kurzfristig)

Die entscheidende Frage für die kommenden Wochen lautet deshalb: Kommt wieder strukturelle Nachfrage in den Markt – oder dominieren weiter Abflüsse? Hier lohnt sich der Blick auf Spot-ETFs, weil sie inzwischen ein sichtbares Schaufenster für institutionelle Allokation sind.
Beim BlackRock-Produkt iShares Bitcoin Trust ETF lag die ausgewiesene NAV zuletzt bei 47,51 (US-Dollar) – sowohl bei großen Finanzportalen als auch bei ETF-Datenanbietern, die diesen Wert als NAV referenzieren. Das ersetzt keine Flow-Analyse, zeigt aber: Der Jahresstart war zäh, das Produkt notierte nicht in einem „Euphorie-Modus“.
Für Investoren ist die praktische Konsequenz simpel: Solange ETF-Zuflüsse nicht wieder klar in den positiven Bereich drehen, bleibt jeder Anstieg anfälliger dafür, abverkauft zu werden. Umgekehrt sind drehende Flows oft eines der ersten Signale, dass der Markt wieder „getragen“ wird, statt nur zu reagieren.
Technische Zonen 2026: Was jetzt wirklich zählt
Die 100.000-Dollar-Marke bleibt psychologisch bedeutsam, aber sie ist aktuell kein kurzfristiges Entscheidungslevel. Der Markt ringt gerade um eine Bodenbildung deutlich darunter. Aus den jüngsten Kursmeldungen ergibt sich ein pragmatischer Rahmen:
Der Bereich um 77.000 bis 79.000 USD ist als kurzfristige Stabilisierungszone wichtig, weil Bitcoin dort zuletzt mehrfach gehandelt hat. Wird diese Zone sauber verteidigt, kann sich eine zähe Seitwärtsphase entwickeln, in der der Markt langsam Vertrauen zurückgewinnt. Bricht sie hingegen nachhaltig, steigt die Wahrscheinlichkeit eines beschleunigten Abverkaufs – nicht zwingend wegen „neuer schlechter Nachrichten“, sondern weil Stops, Margin-Druck und Nervosität gleichzeitig wirken.
Auf der Oberseite ist die Logik ähnlich: Eine Rückkehr über 80.000 USD ist psychologisch, aber erst eine Stabilisierung über mehrere Tage würde das Bild beruhigen. Und dann gilt: Je stärker die Makrolage bleibt, desto wichtiger wird, dass der Markt nicht jede Erholung sofort wieder abgibt.
Derivate und „Flush“-Risiko: Warum Spikes wahrscheinlicher bleiben
Ein weiterer Baustein für die Prognose 2026 ist die Derivate-Mechanik. In einem aktuellen Markt-Update wurde ein Rückgang des BTC-Open-Interest um -7,15 % innerhalb von 24 Stunden genannt, bei einem Gesamt-Open-Interest von rund 53,9 Mrd. US-Dollar. Solche Daten sind nicht automatisch bearish – sie können auch Enthebelung bedeuten – aber sie zeigen, wie schnell Positionierung kippen kann. Das ist der Nährboden für abrupte Bewegungen in beide Richtungen.
Für Investoren heißt das: 2026 ist sehr wahrscheinlich kein Jahr, in dem man „ruhig reinlegt und nie wieder hinschaut“, wenn der Einstieg eng getaktet und kurzfristig gedacht ist. Wer langfristig investiert, kann Volatilität aushalten – sollte aber nicht überrascht sein, wenn Zwischenbewegungen unkomfortabel ausfallen.
Und wo passt SUBBD in dieses Bild?

In Risk-Off-Phasen suchen Anleger oft nach zwei Dingen zugleich: Stabilität im Kernportfolio und optional nach asymmetrischen Chancen am Rand. Genau hier taucht in manchen Community-Kreisen SUBBD auf: ein Presale-Token, der sich als AI-gestützte Creator-Plattform positioniert – also eine Wette auf die Schnittstelle aus „Creator Economy“ und KI-Tools. Auf der offiziellen Seite wird der Presale-Preis mit 0,0337 US-Dollar je Token angegeben.
Der Token ist kein „Bitcoin-Ersatz“ und auch kein Makro-Hedge, sondern eher ein spekulativer Satellit. SUBBD wird im Kern so erzählt: Creator sollen über eine Plattform mit KI-Funktionen ihre Inhalte effizienter produzieren, besser monetarisieren und die Fan-Beziehung direkter gestalten. Wer so etwas attraktiv findet, schaut sich SUBBD meist nicht wegen Charttechnik an, sondern wegen Produkt-Story und Community-Aufbau.
Die Presale-Seite weist außerdem einen eingesammelten Betrag von rund 1,465,639.64 US-Dollar aus. Das ist für sich genommen weder „riesig“ noch „klein“ – entscheidend ist, dass solche Zahlen bei Presales schnell schwanken und primär als Momentaufnahme taugen.
SUBBD wird zusätzlich über ein Staking-Argument beworben: Auf der Staking-Seite ist ein fixes 20 % APY während der Presale-Phase beschrieben, mit dem Hinweis, dass gestakte Tokens bis zum Presale-Ende gelockt bleiben und später erst abgezogen werden können. Für Leser ist das ein zentraler Punkt: Renditeversprechen sind nur so gut wie Bedingungen, Lock-ups und die spätere Liquidität. Genau deshalb sollte SUBBD – wie jeder Presale – eher als Hochrisiko-Baustein betrachtet werden, nicht als „sicherer Zusatzertrag“.

Damit SUBBD sinnvoll in einen 2026-Kontext passt, braucht es Ehrlichkeit: In einer Woche, in der Bitcoin unter 80.000 rutscht und Makro-Sorgen dominieren, kann ein Presale-Token kurzfristig trotz guter Story unter Druck geraten, weil Risiko insgesamt gemieden wird. Gleichzeitig suchen manche Anleger genau in solchen Phasen nach Frühphasen-Projekten wie SUBBD, weil sie hoffen, dass die nächste Risk-On-Welle kleinere Assets prozentual stärker mitzieht. Das ist ein legitimes Kalkül – aber eben ein spekulatives.
Drei realistische Prognose-Rahmen für 2026
Ein sinnvolles „Prognose“-Modell für 2026 ist kein fixer Kurs, sondern ein Szenario-Raster:
Stabilisierungsszenario
Bitcoin hält die Zone um die jüngsten Tiefs, Volatilität flacht ab, ETF-Signale stabilisieren sich. Dann wird aus dem Abverkauf eher eine Bodenbildungsphase. In so einem Umfeld können Anleger wieder schrittweise Risiko aufbauen – häufig zuerst über die „großen“ Vehikel, später über kleinere Wetten. SUBBD wäre dann typisch ein Kandidat für den „Beta-Satelliten“: hohe Chance, aber nur mit striktem Risikobudget.
Zermürbungsszenario
Bitcoin pendelt länger seitwärts, weil Käufer zwar Interesse zeigen, aber jeder Anstieg abverkauft wird. Das ist der Markt, in dem Geduld mehr zählt als Mut. Für Presales wie SUBBD ist das oft schwierig, weil Narrative zwar funktionieren, die breite Risikofreude aber fehlt.
Stressszenario
Ein weiterer Makro-Schock oder Liquiditätsimpuls drückt Bitcoin unter die jüngsten Tiefs. Dann kann die Bewegung mechanisch beschleunigen – genau das, was in der Krypto-Historie immer wieder vorkommt, wenn Positionierung zu einseitig war. In so einem Szenario sind Presales wie SUBBD am stärksten gefährdet, weil Liquidität bei kleineren Assets schneller austrocknet.
Fazit: 2026 ist ein Jahr der Bedingungen, nicht der Schlagzeilen
Bitcoin steht Anfang Februar 2026 nicht an der Tür zur 100.000, sondern an der Tür zu einer Entscheidung über Stabilität: Gelingt die Beruhigung, kann sich der Markt Schritt für Schritt erholen. Bleibt das Liquiditätsnarrativ dominant, muss man mit weiteren Schüben rechnen.

